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Wie Fujifilm meine Fotowelt eroberte

Mein Weg zu Fujifilm war etwas holprig. Als ich vor ca 5 Jahren angefangen habe mich ernster mit der Fotografie zu beschäftigen, musste natürlich eine Kamera mit Wechselobjektiven her. Da ein großer Elektrofachhandel in meiner Nähe zu dieser Zeit einige Kameras der großen Hersteller - Nikon und Canon - im Angebot hatte, fuhr ich hin und kaufte mir eine Canon 700d. Dies reichte mir auch eine Zeit lang. Wie es aber so im Leben ist, gerade bei Fotografen, musste das System schnell erweitert werden und ich begab mich auf die Suche um mein Fotografieequipment zu vergrößern. Es kamen ein paar Objektive und schnell auch eine Canon 6D mit größerem Sensor hinzu. 

 

Mit diesem Setup arbeitete ich einige Zeit und wurde auch merklich besser, dennoch war das System für mich nicht das was ich wollte. Natürlich bleibt man in der Entwicklung nicht stehen und somit kaufte ich mir für den Urlaub eine Sony A6000 inkl. 2 Festbrennweiten und zog mit dieser Kombi zunehmend mehr durchs Land. Kleiner, leichter, schneller und die Bilder die die Sony produzierte gefielen mir sehr. Nach und nach stand das Canonsystem, welches nun auch in die Jahre gekommen war, nur noch im Schrank und ich war zu dieser Zeit ausschließlich mit der Sony unterwegs. Also kam was kommen musste - zumindest für mich: Ich verkaufte meine komplette Canonausrüstung und stieg auf Sony um. Auch wenn ich diesen Schritt vielleicht nicht hätte gehen sollen, war ich dennoch der Meinung, dass es so am besten für mich sei. Das größte Problem welches ich nach dem Verkauf der Canonausrüstung hatte war, dass ich nun keinen Objektivpark mehr zu Hause hatte, auf den ich jederzeit zugreifen konnte. Sony ist im APSC Sektor bis heute nicht in der Lage, Objektive in hoher Qualität und zu einem angemessenen Preis anzubieten. 

Somit begann meine Suche nach einem kleinen, qualitativ sehr hochwertigen und gut aufgestelltem Kamerasystem. Viel Recherche, viele Tests und einige Stunden YouTube waren nötig um auf ein für mich sehr ansprechendes System zu stoßen - und das hieß Fujifilm! 

Der erste Eindruck war sehr positiv und ich fühlte mich "zu Hause". Daraufhin kaufte ich eine Fujifilm X-T2. Kurze Zeit später folgten einige Objektive:  

ein 23mm f2, 35mm f2 und ein 16mm f1.4 und mit dem Kit Objektiv 18-55mm decke ich nun die Bereiche ab, in denen ich fotografiere. 

 

Eins vorweg: Eine neue Kamera macht keine besseren Bilder, aber eine neue Kamera kann einem helfen wieder mehr Freude an der Fotografie zu entwickeln. Und somit entstehen automatisch bessere Bilder. 

 

Was mich sehr erstaunte, war die überragend gute Qualität der Bilder. Gerade die Schärfe ist teilweise so hoch, dass man die Bilder in der Nachbearbeitung eher etwas weicher zeichnet, da es sonst einfach zu extrem ist. So etwas kannte ich von meinen vorherigen Systemen überhaupt nicht. 

Fujifilm bietet zudem die Möglichkeit, alte Analogfilmsimulationen auf die erstellten Bilder anzuwenden. Dies bringt nochmals ein gewisses "Etwas" mit sich.

 

Es gibt mit Sicherheit noch sehr viele tolle und besondere Funktionen die Fujifilm seinen Kameras spendiert, aber eine Sache hat mich begeistert: Die Kameras von Fuji werden mit Updates versorgt, die die Leistungsfähigkeit und den Funktionsumfang der Kameras erhöht und das auch noch Jahre nach Erscheinungsdatum. Dies macht kein mir bekannter Kamerahersteller. Zudem hört Fuji auf seine Kunden, was auch nicht alltäglich ist - wie man an den beiden großen Kameraherstellern gut sehen kann.

 

Zu guter Letzt:

Fujifilm macht mir irrsinnig  viel Spaß und es ist eine Freude mit diesem System zu arbeiten. Ich habe den Schritt definitiv nicht bereut und freue mich auf kommende Kameras, denn der Objektivpark von Fujifilm lässt - für mich - keine Wünsche offen.